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Vermeintlich unabhängige Nichtregierungsorganisationen überwachen in Echtzeit alles, was online geschrieben, gesagt oder veröffentlicht wird. Das Ziel: Die Verbreitung von Desinformation verhindern und opportune Wahrheiten vervielfältigen. Dabei schrecken sie auch vor Verleumdungskampagnen und der sozialen Vernichtung kritischer Stimmen nicht zurück. Erstmals legt Norbert Häring den "Wahrheitskomplex" in seinem ganzen Ausmaß offen: als ein größtenteils staatlich finanziertes, zentral gesteuertes und digital hochgerüstetes Netzwerk, das das tut, was der demokratische Staat selbst nicht darf: Zensur, Propaganda, Diffamierung und politische Einflussnahme. Dabei brauchen wir statt Stummschaltung des konkurrierenden Lagers vor allem eines: eine politische Auseinandersetzung mit offenem Visier.
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von Bernd Bechtel und Wilfried Falck
Stellung der Friedensbewegung in der Gesellschaft - Problembeschreibung am Beispiel von Rostock
Der vergangene Ostermarsch hatte – wie bereits in den vergangenen Jahren – nur geringen Zulauf. Angesichts der in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Kriegsgefahr ist dies rational kaum nachzuvollziehen. Für Menschen, die sich in der Friedensbewegung engagieren, ist diese Situation nicht nur enttäuschend, sondern auch schwer verständlich: Warum misst ein so großer Teil der Gesellschaft dem Thema Frieden offenbar so wenig Bedeutung bei?
Bevor auf die strukturellen Ursachen eingegangen wird, sollen zunächst einige konkrete Erfahrungen aus der praktischen Friedensarbeit geschildert werden – insbesondere aus Rostock und exemplarisch aus Dresden.
Zersplitterung statt Mobilisierung
Auch in Rostock ist es zu einer weiteren Zersplitterung der ohnehin schwachen Friedensbewegung gekommen. Diese Entwicklung spiegelt die tiefe gesellschaftliche Polarisierung wider, die inzwischen nahezu alle politischen und sozialen Bereiche durchzieht. Die bestehende Friedensbewegung stagniert seit Jahren und konnte nur wenige Menschen dauerhaft aktivieren.
Aus unserer Sicht liegt dies auch an einem stark sektiererischen Vorgehen einzelner Akteure, die – im Besitz der vermeintlich alleingültigen Wahrheit – darüber entscheiden wollen, wer „für den Frieden“ sein darf und wer nicht. Dass unter den Bann dieser Abgrenzung unter anderem auch Persönlichkeiten wie Eugen Drewermann oder Plattformen wie die NachDenkSeiten fielen, zeigt, wie eng der Meinungskorridor mittlerweile geworden ist.
Der Begriff „Frieden“ selbst ist in großen Teilen des politischen und medialen Raums inzwischen verdächtig. Parteien – auch linke Parteien –, Gewerkschaften und andere Organisationen meiden häufig jeden Kontakt zur Friedensbewegung und begründen dies mit der angeblichen Gefahr rechter Einflussnahme.
Rostock: Kontaktschuld statt Debatte
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Der US-amerikanische Journalist und Pulitzer-Preisträger Chris Hedges legt mit „Eine angekündigte Katastrophe“ eine umfassende Dokumentation der jüngsten Ereignisse im Gazastreifen und im Westjordanland vor. Auf Grundlage zahlreicher Augenzeugenberichte und eigener Erfahrungen als langjähriger Kriegsberichterstatter in der Region zeichnet Hedges ein präzises Bild der israelischen Militärpolitik und ihrer Auswirkungen auf die palästinensische Bevölkerung. Ob und was sich für diese nach dem Trump’schen Friedensplan vom Oktober 2025 geändert hat, ist Gegenstand eines eigenen Kapitels.
Das Buch beschreibt den Völkermord in Gaza, die Zerstörung ziviler Infrastruktur, die katastrophale humanitäre Lage in den besetzten Gebieten sowie die politischen und historischen Hintergründe des Konflikts. Es stellt die Ereignisse seit dem 7. Oktober 2023 in den größeren Kontext einer jahrzehntelangen Besatzungspolitik, die durch Landenteignungen, Siedlungsbau, Ausgangssperren und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit geprägt ist.
Hedges bezieht sich auf zahlreiche Gespräche mit palästinensischen SchriftstellerInnen, ÄrztInnen, LehrerInnen und Familien, die den Alltag unter der Besatzung schildern. Ergänzt werden diese Berichte durch Analysen internationaler Organisationen, Menschenrechtsbeobachtungen und politische Einordnungen, die die strukturelle Dimension der zionistischen Gewalt verdeutlichen. Der Autor untersucht außerdem die Rolle westlicher Regierungen und Medien bei der öffentlichen Wahrnehmung des Konflikts. Das Buch endet mit einem „Brief an die Kinder von Gaza“, der als moralischer Appell an die Verantwortung der Leserinnen und Leser formuliert ist.
Der Autor: Chris Hedges, geboren 1956 in St. Johnsbury (Vermont/USA), war langjähriger Auslandskorrespondent der New York Times und berichtete als Kriegsberichterstatter aus dem Nahen und Mittleren Osten, davon sieben Jahre lang aus dem besetzten Palästina. 2002 erhielt er den Pulitzerpreis. Aktuell erscheinen seine Artikel auf der Webseite „The Chris Hedges Report“. ISBN: 978-3-85371-558-1. Promedia 2026. 200 S. 14,8 x 21. brosch.
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Der 18. Dezember ist Tag X. – Da der Streit um den Raub der in der EU eingefrorenen russischen Vermögenswerte im Dezember die Schlagzeilen beherrschen wird, will ich hier die Chronologie des Streits aufzeigen, denn die liest sich wirklich wie ein Thriller.
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Michael von der Schulenburg stellt hiermit eine Broschüre online (kostenlos zum Download), die er anlässlich des 80. Jahrestags des Inkrafttretens der UN-Charta am 24. Oktober 2025 veröffentlicht hat, Titel: „Nie wieder Krieg! – Die Charta der Vereinten Nationen“.
In seiner langjährigen Arbeit als UN-Diplomat – in Konfliktregionen von Haiti über Iran und Irak bis nach Sierra Leone und Afghanistan – war die Charta der Vereinten Nationen für ihn stets die Grundlage, um Frieden zu schaffen. Heute, als EU-Abgeordneter (BSW), sieht er ihre Bedeutung dringlicher denn je: Gerade in Zeiten von Aufrüstung, Kriegstreiberei und nuklearer Bedrohung brauchen wir sie als verbindliches Fundament für eine weltweite Friedensordnung.
Die Broschüre versammelt sechs Beiträge, in denen u. a. die Eskalation der Kriege in der Ukraine und im Iran analysiert wird, Wege zu einer multipolaren Friedensordnung skizziert werden und darlegt wird, welche Risiken aus Deutschlands ambivalentem Verhältnis zur UN-Charta entstehen.
Jede/r kann dieses Büchlein als E-Book und als PDF auf Deutsch und Englisch kostenlos von der Webseite des Europäischen Parlaments unter www.bsw-ep.eu herunterladen.
Weitere Beiträge …
- „Konfrontation im Baltikum droht in einen offenen Konflikt zu münden“ Russischer Politologe Igor Schukowski
- Michael von der Schulenburg. Nie wieder Krieg. Die Charta der Vereinten Nationen. (Buchempfehlung)
- Die Vereinnahmung der Eliten und die Selbstzerstörung Europas – Teil 1-4 | Nel Bonilla
- Wie souverän ist Deutschland? | Sahra Wagenknecht, Gabriele Krone-Schmalz



















