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„Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg“- Vierte Gewerkschaftskonferenz für den Frieden am 25./26.07.2026 in Würzburg - Gedanken und Notizen von Kathrin Otte
1. Diese vierte Gewerkschaftskonferenz war die größte (völlig ausgebuchte) und internationalste im Vergleich zu den Vorläuferkonferenzen. Bisher deutet alles darauf hin, dass eine mögliche fünfte Gewerkschaftskonferenz für den Frieden nicht mehr von der Rosa Luxemburg Stiftung finanziert werden dürfte – aber nach diesem Erfolg könnte sie sich womöglich auch selbst in neuen Strukturen tragen.
2. Beeindruckend ist die Einigkeit der Anwesenden, sich der Tatsache der Kriegsvorbereitung unserer Regierung zu stellen und die daraus resultierenden, bedrohlichen Konsequenzen zu durchdenken: nämlich wie der Dreiklang von Hochrüstung, Militarisierung & Demokratieabbau letztendlich zu weitreichenden Veränderungen der bisher bestehenden Arbeitsrechte (Stichwort: Arbeitsbereitstellungsgesetz) und zum Abbau der Mitbestimmung bis hin zu erpresserischer Lohndrückerei führt.
3. Auswirkungen in Gewerkschaften und Betrieben: Verunsicherung und Verwirrung durch das bisherige Mitspielen der Gewerkschaftsspitzen bei der sog. „Zeitenwende“. Aber es gibt auch erste Ansätze zu Widerspruch, der sich auch in den errungenen gewerkschaftspolitischen Friedensbeschlüssen der letzten Gewerkschaftstage und des DGB-Bundeskongresses wiederspiegeln (siehe Hinweis/LINK auf Textsammlung weiter unten). Diesen Widerspruch in den Betrieben auszuweiten, hat sich die aktuelle Konferenz zum Ziel gesetzt
4. Die Auswirkungen der Umlenkung wichtiger Investitionen fast ausschließlich in den rüstungsindustriellen Sektor werden immer deutlicher: der grassierende Sozialabbau, der auch vor den Gewerkschaftsstrukturen nicht Halt machen wird und die negativen Folgen für die Gesellschaft - von Kita, über Schulen bis zur universitären Bildung und zur Militarisierung des Gesundheitswesens (u.a. Krankenhäuser prioritär zur Versorgung verwundeter Soldat/innen). Die großen bundesweiten Schulstreiks gegen die Wehrpflicht haben bereits zur Ablehnung von Wehr- und anderen Zwangsdiensten durch den DGB geführt, was als Fortschritt zu verbuchen ist.
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