32 Friedensaktivisten kamen um 12:00 Uhr zu dem Treffen, von folgenden Friedensgruppen/Orten: „Mut zum Frieden Bremerhaven (3), aufstehen Bremen (1), DFG-VK Bremen (1), Friedensratschlag Lüneburger Heide/Was Tun? Netzwerk Niedersachsen (1), Initiative Dreilaendereck Boizenburg-Lauenburg-Lüneburg (2), Hamburger Forum/Nie wieder Krieg (1), Hamburger Forum/AK Frieden ver.di Hamburg (1), Friedensinitiative Niendorf/Hamburg (1), Schulstreik-Komitee Hamburg (1), Zusammenarbeitsausschuss ZAA der Friedensbewegung in Schleswig-Holstein (1), Friedensbündnis Neumünster (1), aufstehen Schwerin (1), Schweriner Friedensbündnis (3), Friedensbewegung Rostock/1 Mio. Stimmen für den Frieden (2), Rostocker Regionalgruppe Friedensbündnis Norddeutschland (3), Friedensaktivisten aus Stralsund (2), Friedensbündnis Neubrandenburg (2), International Peace Bureau (1), Die Unbeugsamen Linke Sammlungsbewegung MVP (3).
Fünf große Themenblöcke waren verabredet, eingeleitet mit kurzen Eingangsreferaten für die Debatte und Anregung von Friedensaktionen:
👉 1. Unterstützung der Schulstreik-Bewegung gegen die Wehrerfassung, Musterung und Wehrpflicht, Kurzreferat von einem Vertreter des Hamburger Schulstreiks. Diskutiert wurde über Unterstützungsmöglichkeiten der Friedensbewegung, wie z.B. Information & Verbreitung und Selbstorganisation von Eltern & Großeltern „Unsere Kinder und Enkel geben wir nicht.“
👉 2. Missbrauch unserer zivilen Infrastruktur in Norddeutschland als Logitistikdrehscheibe der NATO – Aufrüstung & Kriegsvorbereitungen im Norden, Häfen & Straßen- & Schienen-Hinterlandanbindung im Rahmen der deutschen Kriegsvorbereitungen gegen Russland. Im Rahmen der NATO-JSEC-Planung (Joint Support and Enabling Command in Ulm) entwickelt die Bundeswehr den geheimen Operationsplan Deutschland (OPLAN), koordiniert vom neuen Operativen Führungskommando. Darin enthalten sind auch militärische Liegenschaften für Tanken, Reparatur und Übernachtung, sog. "Convoy Support Center". Für einige dieser Zentren sicherte sich der Rüstungskonzern Rheinmetall die Zuständigkeit für den Betrieb. - Friedensgruppen wird empfohlen, sich mit Flyern, Aufrufen, Presseerklärungen und Vernetzung vorzubereiten auf kommende öffentliche Events, Politikerbesuche und NATO-Manöver. Proteste in Rostock und Aktion in Bremerhaven sind bereits gute, öffentlich wirksame Beispiele. NächsterTermin: Nordwestdeutsche Friedensaktivisten organisieren am 29. April in Emden anlässlich des Kanzlerbesuches bei der Nationalen Maritimen Konferenz in Emden Protestaktionen gegen die Militarisierung unserer zivilen maritimen Wirtschaft und Infrastruktur.
👉 3. Frieden ist nur mit Russland möglich. 85. Jahrestag (22. Juni 1941) des vom Hitler-Faschimus begonnenen Vernichtungsfeldzugs gegen die Sowjetunion. Ca. 27 Mio Tote auf Seiten der Sowjetunion und maßgeblicher Beitrag der sowjetischen Armee bei der Befreiung vom Faschimus 1945. Es wird empfohlen, die sehr informative WEB-Site https://russlandistnichtunserfeind.de zu studieren. Anmerkung: Für den 20. Juni ist eine große Kundgebung am Brandenburger Tor (Berlin) geplant, siehe Flyer.
👉 4. „Nie wieder Krieg“ plant für den 3. Oktober 2026 wieder eine bundesweite Großdemonstration der Friedensbewegung in Berlin und – für die südlichen Bundesländer – in Stuttgart. Die Überforderung der Friedensbewegung im Herbst 2025 mit insg. vier Großereignissen vom 13. Sept. bis 3. Okt. in Berlin soll diesmal vermieden werden. Die guten Erfahrungen aus 2024 mit EINER Großdemo mit drei Demo-Zügen zur zentralen Kundgebung mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten soll dabei wieder aufgegriffen werden. Innerhalb der Friedensbewegung wird zur Zeit debattiert, welche Aktionsformen für den Herbst 2026 sinnvoll sind. Dazu gibt es unterschiedliche Vorschläge. Ein ganz großer Konsens konnte noch nicht gefunden werden, allerdings ergab ein Stimmungsbild eine ca. 2/3 Befürwortung einer frühzeitigen Mobilisierung zum 3. Oktober 2026 in Berlin.
👉 5. Völkermord in GAZA / deutsche „Staatsräson“, Waffenlieferungen & völkerrechtswidriger Angriffskrieg Israel/USA gegen den Iran.
- GAZA: Die deutschen Waffenlieferungen nach Israel werden verurteilt. Die sog. „Deutsche Staatsräson“ dient dazu, die laufende deutsche Beihilfe zum Völkermord zu rechtfertigen. Sie ist grundgesetzwidrig. Das Protektorat Gaza bleibt fremdbestimmt: Der sogenannte Friedensrat des US-Präsidenten Donald Trump soll »vollständige legislative, exekutive und gerichtliche Befugnisse« über die abgeriegelte und in weiten Teilen zerstörte Küstenenklave erhalten. Das ist abzulehnen. Für eine freies und selbstbestimmtes Palästina.
- IRAN: Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen den Iran durch die Netanjahu- & Trump-Regierung hat in seinen Gesamtauswirkungen gravierende ökonomische und weltpolitische Achsenverschiebungen zur Folge. Unsere Bundesregierung sollte sich so verhalten wie die Spanische Regierung: Verurteilung des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Israels/USA gegen den Iran. Die Nutzung unseres Luftraums (Stoppt die Überflugrechte!) und unseres Territoriums für diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg sollte beendet werden. US-Militärstützpunkte (besonders in Ramstein) müssen aufgekündigt werden.
- CUBA: Es droht ein nächster Trumpscher imperialistischer Überfall, diesmal auf das unter brutalen Wirtschaftssanktionen leidende Cuba. Darauf sollte sich die Friedensbewegung vorbreiten.
👉 Regelmäßige dezentrale Friedensaktionen und Infostände im Norden: Auf unserer WEB-Seite sind viele gelistet. Meist dabei: Die Unterschriftenkampagne gegen die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen https://nie-wieder-krieg.org/berliner-appell/. Die von der „Rostocker Friedensbewegung“ vor fast einem Jahr initiierte Kampagne https://eine-million-stimmen-fuer-den-frieden.de/.
👉 Die inhaltliche und organisatoriche Ausrichtung (siehe unsere Gründungserklärung vom 3. Dezember 2023) wird betont. Die Autonomie der beteiligten Friedensgruppen hat weiterhin einen hohen Stellenwert, wie auch die möglichst unbürokratische, zeit- und energiesparende Organisations-Struktur.
👉 Koordinierung und Mobilisierung für Friedensaktionen (dezentral und zentral) in Verlauf des Jahres 2026:
- Ostermärsche in Norddeutschland 3.-6.April, siehe Auflistung WEB-Seite.
- 8. Mai nächster bundeseiter Schulstreik gegen Wehrpflicht
- 8.-9. Mai: Jahrestag Befreiung vom Faschismus 1945.
- 30. Mai in Wiesbaden und in Grafenwöhr gegen die dort geplante US-Raketenstationierung (Erstschlagswaffen gegen Russland)
- Tag der Bundeswehr am 06. Juni an vier Standorten im Norden: Laage (bei Rostock), Eckernförde, Nordholz und Munster
- 20. Juni - Kundgebung am Brandenburger Tor: "Russland ist nicht unser Feind"
- 6.-9. August finden die jährlichen Hiroshima/Nagasaki Friedensmahnwachen bundesweit statt
- Antikriegstag/Weltfriedenstag 1. September, könnte aktueller nicht sein
- Wahrscheinlich Großdemo am 3. Oktober in Berlin (für uns im Norden)
👉 Der Dreier-Sprecherkreis unseres Bündnis’ (Kathrin Otte, Ulrich Leonhardt, Rodolfo Bohnenberger) wurden bestätigt.
👉 Nächstes Live-Treffen/Aktionsforum soll in einem Jahr am Sonntag, den 14. März 2027 von 12-17h stattfinden. Dazwischen wird es nach einem halben Jahr (im September 2026) ein großes Online Video Aktionsforum unseres Bündnis geben.
Feedback, gute Stimmung, Abschied, pünktliches Ende 17:00 Uhr
Das bundesweite Bündnis "Schulstreik gegen Wehrpflicht" ruft zum nächsten Schulstreik am 8. Mai 2026 auf: 


















