30 Jahre IGH-Gutachten: Ein Meilenstein zur Ächtung von Atomwaffen – und heute noch aktuell?
Beschreibung
30 Jahre IGH-Gutachten
Ein Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Ächtung von Atomwaffen – und heute noch aktuell?
Veranstaltet von: Internationale Ärzt*innen zur Verhütung eines Atomkriegs (IPPNW) Deutschland, Juristinnen und Juristen gegen atomare, biologische und chemische Waffen (IALANA) Deutschland, International Peace Bureau (IPB)
Unterstützt von: ICAN Deutschland, Aktionsbündnis atomwaffenfrei.jetzt, Internationales Uranium Film Festival und Friedensbüro Hannover e.V.
Wann? 21. Juni 2026, 12 – 17 Uhr (mit Vorprogramm am 20. Juni 2026)
Wo? Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover
Anmeldung: https://www.ialana.de/2026-04-02-veranstaltung-30-jahre-igh-gutachten-ein-meilenstein-auf-dem-weg-zur-vollstaendigen-aechtung-von-atomwaffen-und-heute-noch-aktuell/
Hintergrund der Veranstaltung
Vor 30 Jahren, am 8. Juli 1996, veröffentlichte der Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag ein Gutachten über die Anwendung von Atomwaffen, das bis heute für die Auslegung des geltenden Völkerrechts maßgebliche Bedeutung hat. Initiiert wurde dieses wegweisende Gutachten ab 1992 durch das World Court Project – einer internationalen zivilgesellschaftlichen Kampagne, die insbesondere von der IPPNW, der IALANA und dem IPB organisiert und gefördert wurde. Gemeinsam überzeugten die Organisationen die UN Generalversammlung davon, das Gutachten beim Internationalen Gerichtshof in Auftrag zu geben.
Die Kernaussage des Gutachtens war und ist deutlich: die Androhung oder der Einsatz von Atomwaffen verstoßen generell gegen die in bewaffneten Konflikten geltenden Regeln des Völkerrechts und insbesondere gegen die Grundsätze und Regeln des Humanitären Völkerrechts.
Dennoch erleben wir heute, wie die Atomwaffenstaaten ihre nuklearen Arsenale modernisieren und aufstocken. Sie setzen weiterhin hartnäckig auf das Konzept der nuklearen Abschreckung und verletzen dafür ihre vom IGH bestätigte, völkerrechtliche Verpflichtung, nuklear abzurüsten. Damit tragen sie dazu bei, dass die Gefahr eines Atomwaffeneinsatzes heute so ist wie noch nie. Dies mahnten zuletzt wieder die Expert*innen des Bulletin of the Atomic Scientists an, als sie die Zeiger der Doomsday Clock im Januar erneut vorrückten.
Aus diesem Grund nehmen die drei Organisationen hinter dem World Court Project den 30. Jahrestag des Gutachtens zum Anlass, um erreichte Erfolge vor dem Hintergrund der heutigen, globalen Herausforderungen zu diskutieren. Dazu gehört auch ein Blick auf den 2021 in Kraft getretenen und ebenfalls durch eine internationale zivilgesellschaftliche Kampagne vorangebrachten UN Atomwaffenverbotsvertrag. Welche Bedeutung haben das Gutachten und der Vertrag in der heutigen Weltlage? Was braucht es heute, um die weltweite und vollständige nukleare Abrüstung wieder weiter voranzubringen?
Programm
Vorprogramm am Samstag, den 20. Juni 2026
Was bleibt: Ein Filmabend über die Spuren atomarer Gewalt
Filmvorführung mit anschließender Diskussion
Wann? 20. Juli 2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Wo? PAVILLON, Lister Meile 4, 30161 Hannover
Den Vorabend der Veranstaltung wollen wir nutzen, um zwei Filme zu zeigen und über diese zu diskutieren: in Horrors of Hiroshimawerden die schrecklichen Folgen des Atombombenabwurfs über Hiroshima dargestellt, in der Dokumentation How far from Ground Zero geht der Regisseur auf Spurensuche zum US-amerikanischen Testprogramm im Pazifik und spricht mit Menschen von den Marschallinseln über die Auswirkungen der jahrlangen Detonationen.
Anschließende Diskussion mit Manfred Mohr (IALANA) und Juliane Hauschulz (IPPNW).
Programm am Sonntag, den 21. Juni 2026
12:00 Eröffnung
- Grußworte Bürgermeister Hannover (angefragt)
- Begrüßung Friedensbüro Hannover (Kornelia Kania, Friedensbüro Hannover)
- Begrüßung Veranstalter (Juliane Hauschulz, IPPNW)
12:15 Das IGH Gutachten: Kernaussagen und zivilgesellschaftliches Engagement (Otto Jäckel, IALANA)
12:45 Vorstellung der Arbeitsgruppen
13:00 Mittagspause
13:45 Arbeitsgruppen
- a)Humanitäre Folgen von und die intersektionale Perspektive auf Atomwaffen (Franca Brüggen, IPPNW)
- b)Die Bedeutung der Menschen- und Umweltrechte im Atomwaffengutachten und Klimagutachten des IGH) (Volkert Ohm und Manfred Mohr, IALANA)
- c)Die Abschreckungspolitik der Atomwaffenstaaten und das IGH Gutachten (Otto Jäckel und Bernd Hahnfeld, IALANA)
- d)Der Internationale Aspekt im weiteren Einsatz der Zivilgesellschaft (Sean Conner und Emily Molinari, IPB)
15:15 Pause
15:45 Paneldiskussion: Erfolge bei der Ächtung von Atomwaffen in die Zukunft tragen
Wir wollen diskutieren, welche Perspektiven für das Bewahren bisheriger Erfolge bestehen und wie Strategien für völkerrechtlich gebotene, vollständige Ächtung von Atomwaffen aussehen können.Auf dem Panel:
Reiner Braun – International Peace Bureau
Franca Brüggen – Internationale Ärzt*innen zur Verhütung eines Atomkriegs
Manfred Mohr – Juristinnen und Juristen gegen atomare, biologische und chemische Waffen
Moderation: Kornelia Kania – Friedensbüro Hannover
17:00 Ende der Veranstaltung
Standortinformationen
Kulturzentrum Pavillon
- Straße
- Lister Meile 4
- Stadt
- 30161 Hannover
- Bundesland
- Niedersachsen
- Land
- Deutschland
Das bundesweite Bündnis "Schulstreik gegen Wehrpflicht" ruft zum nächsten Schulstreik am 8. Mai 2026 auf: 


















