Im Norden der Urlaubsinsel Usedom, in Peenemünde, sind die Überreste des von den Faschisten dort vor 1945 betriebenen Forschungs- und Übungsgeländes ("Heeresversuchsanstalt") für Raketen und Marschflugkörper immer noch zu besichtigen, inkl. Museum und Gedenkort. Im Frühjahr trat der Bürgermeister zurück, als er mit aktuellen militärischen Nutzungsplänen konfrontiert wurde. Die für die Öffentlichkeit schwer zugängliche nördliche Spitze der Insel (und nicht nur dort!) entwickelt sich gerade zum El Dorado für Kampfdrohnen-Rüstungsunternehmen.
Wie der NDR mit Filmbeitrag am 13.08.2026 berichtet, kam es bei einem Kampfdrohnen-Testflug zu einem Absturz mit nachfolgendem größerem Brand in der Nähe des Flufhafens dort. Die Beteiligten Feuerwehren an den umfangreichen Löscharbeiten wurden zu Schweigepflicht verdonnert. NDR: "In Peenemünde testen unter anderem Firmen wie Helsing, Infinteq, Polaris oder Quantum Systems Drohnen. Das Start-up Infinteq testet dort eine größere Aufklärungsdrohne, die für den Einsatz in der Ukraine entwickelt wurde. Interessant sei der Standort auch wegen des größeren Sperrgebiets rund um den Flughafen. Dort können Drohen außerhalb der Sicht getestet werden."... "In Deutschland gibt es mehrere Testgelände für Drohnen. Peenemünde bietet dabei besondere Möglichkeiten: Auf einer Fläche von rund 260 Quadratkilometern können dort Drohnen mit mehr als 25 Kilogramm Gewicht über Land und Wasser sowie in Höhen bis 1.500 Metern getestet werden. Aus Sicht von Infinteq-Chef Komp reichen die bisherigen Möglichkeiten dennoch nicht aus. Er fordert, dass mehrere Testgelände in Deutschland miteinander verknüpft werden sollten. So könnten Unternehmen auch Langstreckenflüge außerhalb der Sicht durchführen."
Der NDR berichtet am 23.05.2026: "Die Pläne, Peenemünde zu einem Raumfahrtforschungs- und Erprobungszentrum zu entwickeln, sind vorerst gescheitert. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald will eigenen Angaben zufolge keine Machbarkeitsstudie mehr erstellen. Hintergrund ist eine Entscheidung der Gemeindevertretung in Peenemünde, die Pläne abzulehnen..."
Wie man an dem oben geschilderten Vorfall (Absturz und Brand) sieht, scheint sich die den Drohnenflug genehmigende Luftfahrtbehörde einen Dreck zu scheren um die Sorgen und den Willen der Bevölkerung und ihrer Vertreter im Landkreis bzw. Gemeindevertreter.


















