Die Norddeutsch
en Zeitungen und der NDR verbreiten seit zwei Tagen die - noch nicht ganz offizielle - Meldung, dass ein komplett neuer Kriegs-Marinehafen an der Nordseeküste (neben Wilhelmshaven) in Emden gebaut werden soll, an dem künftig Schiffe wie Fregatten, Minensuchboote und Schlepper stationiert werden könnten. Bis 1997 hatte Emden bereits einen kleinen Marinestützpunkt gab. Bremerhaven soll nicht mehr in der engeren Auswahl sein. Die Emder Zeitung und Nordwestzeitung haben als Standort den sog. "Rysumer Nacken" direkt am Fahrwasser ins Gespräch gebracht (siehe Foto/Grafik). Die "Norddeutsche Zeitung" vom11.08.2026 schließt ihren Artikel "Marinehafen geht an Emden: Was Bremerhaven jetzt rausholenmuss." mit den Sätzen ab: " ...Kann Bremerhaven wenigstens einen zweiten, kleineren Stützpunkt bekommen? Aber die Lage ist schwieriger geworden. Nicht nur wegen der Entscheidung der Marine. Wenn tatsächlich VW in Emden das Werk schließen sollte, könnte Pistorius den niedersächsischen Freunden mit dem Marinehafen einen großen Gefallen erweisen."
In "Sicherheit & Verteidigung" heißt es am 14. August: "Die Planungen für einen zweiten Stützpunkt wurden Anfang 2026 mit Verweis auf die veränderte Sicherheitslage aufgenommen. Der zusätzliche Bedarf umfasst sieben Fregatten-Liegeplätze mit je 220 Metern Länge, zehn Liegeplätze für Minensuchboote mit je 80 Metern sowie zehn Schlepper-Liegeplätze mit je 40 Metern. In der Diskussion war zudem von rund 1.500 stationierten Soldaten...."
In einem Interview in Leer (NDR Video 16.07.2026) erklärte Boris Pistorius, dass der Hafen nicht nur für die eigene Marine gebaut würde, sondern auch im Rahmen der "Military Mobility" für die "Durchleitung" anderer Marineverbände der NATO geplant sei
In einem Leserbrief an die Norddeutsche Zeitung hat Prof. Helga E. Bories-Sawala aus Bremerhaven folgenden Kommentar geschrieben: "Nun doch kein Militärhafen in Bremerhaven? Damit wäre allerdings die Gefahr, im Zweifelsfall zum vorrangigen Ziel gegnerischer Raketen und Bomben zu werden, nur abgemildert, denn auch der bestehende Hafen soll ja massiv militärisch „ertüchtigt“ werden. Vor allem will Pistorius immer noch Deutschland zur führenden konventionellen Militärmacht in Europa machen. Angeblich würden wir aus dem Osten bedroht. (...) Nun also Emden? Geschnitten hat sich, wer dort auf weniger Gegenwind hofft als in Bremerhaven, wo eine wache Gegenöffentlichkeit präsent ist (u.a. in dieser Leserbrief-Rubrik). Auch Emden wehrt sich gegen den Militärhafen, so auf dem dortigen Ostermarsch: „Von Emden soll kein Krieg ausgehen! Emden soll weder Drehscheibe der Bundeswehr noch ein Bundeswehrstandort sein! Es soll ein Friedenshafen sein! Wir sehen in den Golfstaaten, dass Militärstützpunkte auch immer Ziele im Krieg sind!“ Emden oder Bremerhaven, wehren wir uns gemeinsam!"
Anlässlich der "Nationalen Maritimen Konferenz" in Emden mit Kanzler Merz als Schirmherr. am 29.04.2026 haben alle Redner auf der Demo/Kundgebung eines breiten Friedensbündnis (siehe Flyer unten) vor der weiteren Militarisierung der Region und deren Verwandlung in eine NATO-Logistidrehscheibe gewarnt. Hier sind die Videos/Texte einiger Reden zu sehen: 1. Pastor Gedenk; 2. Arno Sassen, 3. Rodolfo Bohnenberger.
In den Facebook-Kommentaren zum Beitrag in der Emder Zeitung tobt die Kontroverse:
BSW Ostfriesland schreibt: "Was für ein Irrsinn! Emden ist schon heute NATO-Drehscheibe und jetzt soll auch noch ein neuer Marinehafen her? Haben wir die Geschichte unserer Stadt vergessen? Wir brauchen Milliarden für nachhaltige Industrie und sichere Arbeitsplätze, nicht für immer mehr Militarisierung. Wer diesen Marinehafen will, bekommt unsere Unterstützung nicht!" ...
Thorsten Wedig screibt mit abwertendem Schwurbelei-Seitenhieb: "Wie ich schon vor Wochen schrieb :Wir brauchen den Marinehafen, damit wir ihn niemals brauchen ! Die Schwäche und die Feigheit der NATO und der EU in den letzten 20 Jahren haben es erst dazu kommen lassen, dass wir Krieg in Europa haben und die Bedrohung näherkommt. Und zu der Schwurbelei, wir wären jetzt ein bevorzugtes Ziel : Waren und sind wir immer ! Die Konverter sind bevorzugte Ziele (Prio 1), mit wenigen Angriffen kann man die Stromversorgung des Ruhrgebiets über Emden für Jahre lahmlegen. ABER : mit dem Marinehafen bekommen wir zum ersten Mal brauchbare Abwehrsysteme und eine redundante Infrastruktur." - Mia-Sophie Schwarz schrebt: "Emden wurde schon einmal dem Erdboden gleich gemacht - bauen wir es dann halt noch einmal neu auf! Aus der Vergangenheit nichts gelernt...! Thomas Buß schreibt: "Ich habe mit Freunden mal darüber diskutiert und gesagt.: "Es wird für Emden nur den Militärhafen geben wenn der VW Standort aufgegeben wird". Bitte las mich Unrecht haben."


















